Samstag, 24. September 2011

Der Alltag zieht ein

Ok also wir waren an dem zuletzt besagten Sonntag nicht wandern…Aber wir haben eine Tradition eingeführt. Und zwar das wir, das heißt 5 deutsche Au Pairs, jeden Sonntagnachmittag in das sunshine Cafe´ nach Dun Loaghaire gehen und leckere Suppe oder Kuchen essen und  über unser Erlebtes, bei schöner Jazz live music quatschen .
Ansonsten hält bei mir der Alltag Einzug. Ich habe mich nun endgültig eingelebt und es gibt gerade fast keinen anderen Platz auf der Welt wo ich lieber wäre.
Und trotzdem…manche glauben an den Freitag den 13., ich hatte meinen ganz persönlichen Freitag den 16.!!! An diesem Tag ging einfach alles schief. Angefangen, dass Jessica auf Grund von dem Unterschied zwischen viertel vor und viertel, aneinander vorbei gesprochen hatten, bis hin das wir uns auf  dem Rückweg von der Bücherei etwas mit dem Fahrrad verfahren hatten und ich deswegen zu spät mein kleinstes Kind abgeholt hab. Obwohl ich meiner Gastmutter eine SMS geschrieben hatte, dass ich zu spät kommen werde, war sie verständlicherweise ziemlich sauer. Um ehrlich zu sein hatte ich ziemlich Angst, dass sie mich auffordert mir eine neue Familie zu suchen. Dazu ist es glücklicher weise nicht gekommen! Wir hatten ein klärendes Gespräch und jetzt ist wirklich alles wieder gut.
Nur eine halbe Stunde nachdem Gespräch sind die Eltern dann auch für das Wochenende nach London geflogen. Sprich ich hatte die Kinder von Freitagnachmittag bis Samstagvormittag, bis die Oma aus Galway kam, alleine. Aber es ging alles Gut, wir haben zusammen gebastelt, Pancakes gemacht usw…
An dem Samstag fuhren Anna, Jessica und ich dann noch nach Dublin und haben eine „Hop-on/Hop-off Tour“ gemacht. So konnten wir die Stadt mal ganz anders erkunden und wenn wir unsere Kopfhörer im Bus eingestöpselt haben, wurde uns sogar ein bissel über die Geschichte der Stadt erzählt! Am gleichen Tag besuchten wir noch das Guinness Storehouse. Wir haben alles über die Herstellung des Guinness lernen und zum Schluss auch ein frei Guinness auf dem Tower genießen können. Obwohl genießen, ein wenig übertrieben ist, da mir Guinness gar nicht schmeckt! Aber dort gehörte es nun mal dazu.
Diese Woche Donnerstag (22.09) wurde dann auch Arthur Guinness Day gefeiert. Arthur Guinness war der Begründer der Guinness Dynastie. Dazu besuchten Jessi und ich mal wieder einen Pub, leider viel zu spät um alles noch mit zu bekommen. Aber wir sind ja in Irland. Denn irgendwann kam ein junger Mann in den Pub, in der Hand eine Ukulele und fragte ob er hier spielen dürfte. Der Barmann sagte ja und so hatten wir dann doch noch live Musik!
Gestern am Freitag (23.09) war Cultur Night in Dublin, was heißt freier Eintritt in 156 Museen. Da konnten wir es uns natürlich nicht nehmen auch mit dran teil zu nehmen. Als erstes gings ins Trinity College, dann in die Christ Church und zum Schluss nochmal auf dem Tower vom Guinness Storehouse, wo wir diesmal Dublin bei Nacht von oben an sahen. Da Dublin aber gar nicht so groß ist, fand ich die beleuchteten Straßen bei Nacht viel toller als Dublin von oben bei Nacht…
Und heute (23.09) war es so weit, Jessica und ich sind zu Anna nach Enniskerry gefahren. In Enniskerry wurde übrigens „P.S. Ich liebe dich“ gedreht. Von dort aus sind wie dann zum „Powerscourt Waterfall“ gewandert. Einfach unbeschreiblich! Seht selbst…



Morgen (Sonntag, der 25.09) werde ich hier das erste Mal in die Kirche gehen und am Nachmittag gehen wir wieder ins sunshine Cafe´. Mal sehen was die Woche so bringen wird…

Samstag, 10. September 2011

My Irish way of life


Die Kinder gehen jetzt schon seit 1 ½ Wochen wieder zur Schule und auch ich war nun schon zwei Mal in meiner Sprachschule. Und hab jetzt auch schon einmal die Klasse gewechselt! Ich bin nun in einer kleineren Klasse und ich denke, dass mein jetziger Lehrer mich besser auf mein Examen vorbereitet! Mal schauen…

Während der Woche sieht mein Tagesablauf immer ähnlich aus. Frühs mach ich das Haus sauber, am frühen Nachmittag hole ich dann nacheinander die Kinder von ihren Schulen ab und spiele mit ihnen. Am Abend kocht meistens die Mum. Danach hab ich montags und mittwochs von 19-22 Uhr noch Sprachschule, ansonsten Treff ich mich noch mit ein paar Leuten oder schau abends fern. So hab ich beispielsweise am letzten Dienstag (06.09) Nicole getroffen. Sie war 2009 das Au Pair einer Familie aus meinem Ort.
Am Wochenende  sieht das natürlich anders aus. Da ich so zu sagen bei meiner „Arbeit“ wohne, ist es ganz wichtig das ich da dann auch mal raus komme!
 
Letztes Wochenende (02-02.09) waren Jessica, ein ganz nettes Au Pair mit dem ich viel unternehme und ich in Dundrum-Shoppingcenter.  Es ist riesig und echt eindrucksvoll! Manche Leute behaupten sogar, dass es das größte Shoppingcenter Europas ist! Aber wie sagte mein Lehrer so schön: „Es ist egal wie groß es ist, Hauptsache es hat einen Pennys.“  Pennys gibt es hier überall und (fast) jeder liebt es. Es gibt dort einfach alles! Angefangen natürlich von ganz vielen Anziehsachen, über Schuhen bis zu Shampoo oder Taschentüchern. Die Qualität ist nicht immer die Beste, der Preis dafür aber schon! Nach unserer Shopping-Tour gingen wir noch ins Kino zu „friends with benefits“, mit Justin Timberlake. Am Sonntag ließ ich es dann etwas ruhiger angehen und ging mit 3 anderen Au Pairs  in den Pub eine Heiße Schokolade trinken. 

Dieses Wochenende machten Jessica und ich schon Freitag (09.09) einen Ausflug. Wir 
fuhren mit unseren Fahrrädern nach Dun Laonghaire und gingen am West-Pier spazieren. Während wir so gingen, sahen wir doch tatsächlich einen Seehund! Also ich wusste das jetzt die Zeit beginnt wo Delfine (usw.) nach Irland kommen, aber es war dann doch sehr faszinierend! Danach ging es weiter nach Dalkey, weil wir ein Schloss sehen wollten. Als wir dann endlich in dem Ort angekommen waren und wir nicht weiter wussten. Meinte man zu uns das es ungefähr zwischen 2 - 7 Dalkey Castels gibt, naja zwei davon haben wir dann auch gesehen. Und ganz viele Leute die baden gegenagen sind! Ja, das macht man hier nämlich auch bei dem schlechtesten Wetter. Ich hab einen der Wagemütigen gefragt, er denkt das Wasser hat so zwischen 13-14 °C. Später ging es dann wieder zurück nach Dun Loanghaire, wo wir noch durch Zufall bekannte Gesichter getroffen haben.

Heute ging es dann wieder mal nach Dublin ach nein: „in to town“, wie man hier sagt. Schulbuch kaufen und so weiter…leider haben wir wieder nicht alles geschafft was wir uns vorgenommen hatten, aber wir sind ja noch ein paar Tage hier!

Und wenn das Wetter morgen nicht allzu schlecht ist geh ich dann wandern. Naja wenn es nicht so gut ist geh ich auch wandern, denn in Irland wartet man nicht auf gutes Wetter nein, man kauft (oder besitzt) einfach entsprechende Kleidung! Ihr werdet erfahren ob und wo ich war...

Dienstag, 30. August 2011

Die ersten Tage auf der Insel


Morgen (Mittwoch, 31.08) bin ich also nun schon eine Woche hier, im schönen Irland. Auch wenn es mir vorkommt als wäre ich hier schon viel länger.
Aber alles von Anfang  an…
Am letzten Mittwoch (24.08) brachten mich meine liebe Schwester und mein Schwager am Abend zum Flughafen. Nach einem relativ kurzen Abschied konnte mein Abenteuer dann endlich losgehen. Ich konnte es nicht mehr abwarten endlich in Dublin aus dem Flugzeug auszusteigen und meine Familie kennen zu lernen. Aber ich wurde auf die Folter gespannt, denn mein Flugzeug war gerade erst in Frankfurt gelandet als wir eigentlich schon wieder in der Luft sein sollten. Deswegen hatte ich 40 Minuten Verspätung. Vom Airport holten mich dann der Vater und eine seiner Töchter ab.

Meine ersten 4 Tag auf der grünen Insel hatte ich noch Urlaub. So konnte ich in Ruhe die Umgebung und die Familie kennen lernen.
Meine Eltern machen zurzeit eine Irland/England Rundreise, und kamen lustiger weise an meinem zweiten Tag in Dublin an. So konnten sie meine Gastfamilie kennen lernen und ich konnte noch etwas Zeit mit ihnen verbringen.
Gestern (Montag, 29.08) war dann, wenn man mal vom Babysitten am Samstagabend absieht, mein erster Tag als Au Pair. Die Familie hat 5 Kinder, ich muss allerdings nur auf die 3 jüngsten aufpassen. Sie sind ganz lieb und waren mir gegenüber sofort aufgeschlossen . An meinem ersten Abend in Irland habe ich Dank Lisa, der Mutter, ein anderes Au Pair kennen gelernt, welches auch in Killiney wohnt und günstiger weise auch aus Deutschland kommt. „Ihre“ und „meine“ Kinder sind gut  befreundet und spielen gerne miteinander, so konnten wir uns jetzt schon etwas kennenlernen.

Morgen ist der erste Schultag, die Sommerferien sind nun auch in Irland vorbei. Und auch ich muss morgen das erste Mal zu meiner Sprachschule, allerdings nur zum Vorstellen, richtig losgehen tut diese für mich erst nächsten Montag (05.09).
Mir geht es hier sehr gut, ich habe ein schönes Zimmer, eine nette Familie und eine Umgebung, die mich teilweise an zu Hause erinnert. Denn hinter denn Meer sind gleich Berge und es ist alles so schön grün!

Ihr hört oder lest von mir,
eure Lisa.





Sonntag, 21. August 2011

Der Countdown läuft

Mein Sommer in Deutschland neigt sich nun so langsam dem Ende entgegen. Obwohl, wenn man nach dem Wetter hier gehen würde, ist es, als hätte er gerade erst angefangen. Leider sind es in Irland zurzeit nur zwischen 15-20 °C! Also typisch irisches Wetter, mit einer kleinen Dusche von oben. 

In den letzten Wochen, sozusagen in meinen „Sommerferien“, habe ich viel erlebt. Zunächst habe ich 10 Tage eine Gruppe vom Jugendamt des Ilm-Kreises in Heisterberg (Westerwald) betreut. 

Danach war es endlich so weit, es war wieder ZELTSTADT!!! Zeltstadt ist ein großes Familiencamp mit ca.1500 Teilnehmern. Dabei ist der CVJM für das Jugendprogramm verantwortlich. Die Zeit war wieder unvergesslich und all die lieben Menschen machten sie wieder einmalig.
                                        
Letztes Wochenende war ich noch in Franken, bei meiner Patentante, auf dem Schlosshoffestival in Höchstadt. Es war mal was ganz anderes, besonders von der Musik, da dort Bands wie Saltatio Mortis oder Vermaledeyt spielten, was sonst eher nicht meinen Musikgeschmack trifft. Aber dort passte es einfach. 

Die letzten Tagen verbrachte ich noch mit einem kleinen, lieben Mädchen, das mir in den letzten 2 Jahren sehr ans Herz gewachsen ist. Und nun ist sie schon ein Schulkind!!! 

Heute werde ich, nachdem ich mich schon von vielen lieben Leuten bei der Zeltstadt verabschiedet habe, zu meinen Freunden aus der näheren Umgebung bei einem schönen, gemütlichen Grillabend Tschüss sagen. 

Am Dienstag steige ich in den Zug nach Frankfurt, werde noch einmal die schöne Thüringer Landschaft in mich aufsaugen, damit ich dann Mittwoch gen Irland „abheben“ kann, um hoffentlich nach 2 Stunden wieder gut zu landen. =)

Die nächsten Info´s von mir gibt es nach meiner Ankunft in Dublin, wenn ich wieder über Netzanschluss verfüge.

Liebste Grüße,
Lisa



Montag, 4. Juli 2011

Der Beginn von etwas Neuem

„Du musst erst etwas zu Ende bringen, bevor du was Neues anfangen kannst.“

Wie recht der hatte, der das mal gesagt hat! Am 24. Juni ging für mich eine 12 Jahre währende Ära zu Ende. Ich habe mein Abiturzeugnis überreicht bekommen. Das, worauf ich Jahre lang hin gearbeitet und gelernt habe ist eingetreten: Ich habe einen Abschluss!!! Worauf natürlich ein Lehrer gleich sagen würde: „Ihr habt fürs Leben gelernt, nicht für die Schule!“.
Nein, jetzt aber mal ehrlich, ich fand den Tag meiner Zeugnisübergabe sehr schön. Angefangen über die eigentlich ganz nette Festveranstaltung, über das fabelhafte Essen mit meiner Familie, bis hin zu dem am Abend stattfindenden Ball. Es war aber trotzdem ziemlich komisch zu wissen, dass man in dieser Konstellation von Leuten nie wieder zusammen sein wird. Ich weiß es gibt eine Erfindung, welche sich Klassentreffen nennt, aber da kommen doch auch nicht immer alle, oder?!

Genug von dem, was „zu Ende gegangen“ ist. Denn es fängt ja jetzt auch etwas Neues an! Falls es jemand noch nicht weiß, ich werde ab dem 24. August das Au-Pair einer lieben Familie in einem Vorort von Dublin (Irland) sein. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt auf die Dinge, die da kommen…

Dieser Blog ist also für Diejenigen, die immer aus erster Hand wissen wollen, wie es mir geht und was ich so alles erlebe.