Die Zeit ist schon wieder wie im Flug vergangen und ich bin nicht hinterhergekommen es hier aufzuschreiben! Aber jetzt…
Das Wochenende vor Ostern war ich allein Zuhause, weil meine Familie bei einer Hochzeit in Wales war. Ich hatte mich schon lange darauf gefreut und es dann auch richtig genossen! Die meiste Zeit hab ich einfach mal nur auf dem Sofa gelegen und Fernsehen geschaut. Aber auch Brot und Cookies gebacken. Leider gibt es kein Bild der Cookies, da sie einfach zu schnell alle waren. =)
Am Montagabend hab ich mein Koffer gepackt und Dienstag ging es dann los…Eine Woche Urlaub! Unsere „Reisegruppe“ hat sich am Morgen in Dublin getroffen. Sie bestand aus Johanna (einer Freundin) ihrem Bruder & Vater und meiner Wenigkeit.
Zuerst ging es etwas Richtung Norden nach Newgrange, einem jungsteinzeitliches Hügelgrab. Es wurde vor ca. 5000 Jahren erbaut und ist somit älter als die Pyramiden in Ägypten.
Und gleich danach ging es wieder zurück südlicher, nach Drogheda. Besser gesagt zum Strand von Drogheda! Nach dem wir über viele Dünen geklettert waren, wurden wir dann mit einem wunderschönen Blick belohnt. Allerdings war es so windig das es uns den Sand unter den Füßen weg gezogen hat.
Unsere Erste Übernachtung hatten wir dann in einem wunderschönen, alten Herrenhaus im nirgendwo, in der Nähe von Athy.
Am Zweiten Tag ging es dann über Killarney, Rock of Cashel (einer alten Klosterruine) zum Blarney Castel und schließlich nach Cork. Das Blarney Castel ist ebenfalls eine Ruine und ist bekannt dafür das ihn der Mauer der „Blarney Stone“ mit eingebaut ist. Wenn man diesen Stein küsst, wird einem lebenslange Sprachgewandtheit versprochen. Nichts leichter als das, natürlich hab ich diesen Stein geküsst! Nur, dass dieser nicht so einfach zu erreichen war, seht selbst!
In Cork hatten wir etwas Pech mit unserer Übernachtung. Das Hostel war nicht ganz so sauber, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Am Nächten Tag, ließen wir uns den ganzen Tag Zeit um den „Ring of Kerry“ zu besuchen. Es ist eine 179km lange Panoramaküstenstraße. Wir hatten wunderbares Wetter, auch wenn es auf den Bildern wärmer aussieht, als es eigentlich war. Da wir uns irgendwann etwas verfahren hatten, haben wir dann auch noch unsere ganz persönlichen (kleinen) Cliffs of Moher gefunden. Und so hieß es fast den ganzen Tag: Ausblick genießen!
Der Tag hörte dort auf, wo der Nächste begann: In Dingle. Am Morgen schauten wir uns noch den Teil des kleinen verschlafenen Örtchens an, welchen wir am Abend bei unserem Pub besuch noch nicht gesehen hatten. Und schon ging es weiter zu den Cliffs of Moher.
Muss ich da noch viel sagen?
Am Abend sollten Johanna und ich extra in einem Hostel übernachten, damit wir etwas feiern gehen könnten. Nun ja es kam anders als gedacht! Als wir im Hostel ankamen, hieß es, sie hätten ein Problemmit unserer Buchung gehabt und sind jetzt auch schon voll! So wurden wir in ein B&B ausquartiert, bei dem wir weniger bezahlt haben und noch gratis Frühstück bekommen haben. Nachdem wir uns dann am Abend fertig gemacht hatten, ging es in die Stadt. Es waren nicht viele Leute auf der unterwegs, was uns aber nicht zum Nachdenken gebracht hat. Aber dann: Wir standen vor dem Ersten Pub…geschlossen, mh kann ja mal vorkommen. Zum nächsten…geschlossen und so ging es weiter! Jetzt wissen wir auch warum! Es war Good Friday (Karfreitag) und an diesem Tag darf kein Alkohol in Irland verkauft werden, somit machten Pubs oder Clubs erst gar nicht auf!
Neuer Tag Neues Glück! Und diesmal ging es auf Inishmore. Oft haben wir uns Gedanken gemacht, was wir auf der Insel machen wollen und immer kamen wir „auf keinen grünen Zweig“. Schlussendlich hätten wir gar nicht unsere Köpfe so zerbrechen müssen, denn als wir mit der Fähre ankamen, stand die Antwort direkt vor uns: Steven und seine 3 Pferde! Unser Ritt führte uns durch Felder, welche von Steinmauer gesäumt waren und am Sandstrand entlang…Ich kann euch sagen, mir tat noch Tage später mein Hinterteil weh!
„Frohe Ostern“, hieß es an den darauf folgenden Tag. Wir wollten uns eigentlich Connemara (Region nördlich von Galway) anschauen. Sagen wir so der Regen hat uns bis Clifden gebracht und dann noch etwas weiter gebracht, aber gesehen haben wir aufgrund des Nebels nicht viel. In Clifden wollten wir eigentlich nur eine kurze Tee pause machen, bis wir an einem indischen Restorant vorbei kamen und dort für die Nächten Stunden lecker gegessen haben =)
Am Abend haben wir dann einen Zweiten Versuch gewagt, was das weggehen am Abend betrifft und diesmal hatten wir Glück=)
Die kleine Ostereisuche, welche draußen stattfinden sollte, wurde aufgrund des schlechten Wetters auf Montag verschoben. Aber als es dann endlich so weit war, mussten wir leider feststellen, dass schon jemand anders sich an unseren Schokoeiern bedient hatte! Am gleichen Tag ging es dann auch wieder nach Dublin zurück…
Was soll ich sagen, es war eine Woche vollgestopft mit Erlebnissen, vielen Tee pausen und tollen Ausblicken.
Ich weiß es kann etwas confusing sein, deswegen hier noch einmal eine Karte mit den „Großstädte“ um es etwas nachvollziehen zu können. (an sich sind wir gegen den Uhrzeigersinn im Kreis gefahren)
Zuhause angekommen, haben dann schon ein Osterpäckchen aus Deutschland und die süße Osterüberraschung meiner Gastfamilie auf mich gewartet…Lecker und Danke! =)